25 März 2008

->Coffs Habour->

Guten Tag, ich hoffe ihr hattet alle frohe Ostern,ich hatte sie auf jeden Fall.

Letzten Samstag (22.03.) waren wir nochmal im Koalakrankenhaus und es war so cool. Wir sahen die vier Babys (Joeys genannt), die diesmal miteinander kaempften. So suess, sag ich euch.
Um 1 nahmen wir dann auch den Bus nach Coffs Habour, wo die Jugendherberge eigentlich ein Motel neben einem Bottle Shop und einer Bar war. Es fing auch sofort an zu regnen als wir ausstiegen. Frohe Ostern!
Naja, wir hatten ein vierer Zimmer mit Kuehlschrank, Bad und TV und gingen erstmal in den Aldi. Vollbepackt liefen wir durch den Regen und kauften gleich ne Flasche Vodka.
Wieder in der Hostel waren schon Kristina und Corinna auf unserem Zimmer, zwei Deutsche die auch grad reisen.
Abends lockerte es ein wenig auf und wir sassen draussen vor unserem Zimmer und spielten Uno und tranken Vodka-Lemon, bis ein paar Australier ankamen und mitspielten. Es wurde immer lustiger, wir kauften ein Slap (4x6) Radler (heisst hier wirklich so!) und spielten weiter. Einer der Jungs hatte eine fahrbare Kuehltasche im Kofferdesign dabei. Sowas gibts hier wirklich.
Der Abend verlief feuchtfroehlich weiter bis wir nicht mehr stehen konnten.

Der Kater am Morgen war recht dolle und wir gingen nur an den Strand um zu chillen. Abends spielten wir Uno und guckten fern und sassen draussen.

Am Montag (24.03.) liefen wir zur Big Banana (eine von 150 Big Things in Australia) die hier einfach am Strassenrand stand. Eigentlihc wurde sie gebaut um Coffs Habours Bananenindustrie zu promoten, aber jetzt wurde da ein ganzer kleiner Vergnuegungspark drauss. Wir schossen lustige Bananenfotos und wollten dann weiter zum Surf Museum.
Dort begruesste und ein lustiger, kleiner, alter Mann, der uns in seinem skurilen Museum herumfuehrte. Wie sich herrausstellte, war es die 80jaehrige Surflegende Scott Dillon.
Er erzahelte uns wie er mit 3 Jahren anfing zu surfen und immer noch dabei war. Es gab allerhand zu sehen. Bilder von menschenfressenden Krokodilen, Surfboards, Photos und Wellen zum reinstellen und Fotos machen.
Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand und am Abend mussten wir packen.

Heute Morgen fuhren wir um 6Uhr nach Byron Bay, wo wir dann Surfunterricht nehmen, nach Nimbin fahren,dort illegale Sachen zu uns nehmen, und am Strand chillen.
Das Wetter ist hier schon mal schoen.

So jetzt gehts shoppen.
Liebste Gruesse, eure Marina x

21 März 2008

Der Bustrip beginnt

Im Moment sitzte ich in Port Macquarie in der Jugendherbege und fange endlich an euch zu schreiben. Bis zum heutigen Tage werde ich wahrscheinlich nicht kommen, aber ein Verusch ist es ja wert.
Ok, am Donnerstag (13.3.) sind wir zu Mayas Elternhaus irgendwo in Sydney gezogen. Sie wohnt total schoen, ueberall haengen tolle Bilder und im Garten steht ein Trampolin. Natuerlich hang ueber der Haustuer ein extrem grosses Spinnennetz mit einer mega unappetitlichen Spinne drin. Wir mussten uns immer ueberwinden dort drunter herzulaufen.
Nachdem wir eingecheckt hatten, machten wir uns fertig und fuhren in die City, um Essen zu gehen. Wir landeten in einer Backpackerkneipe und tranken Bier. Das Essen war recht gut. Dort trafen wir auf Chris, den schweizerischsten Schweizer ueberhaupt. Er war total nett, aber bis er mal in die Gaenge kam, um sein Essen abzuhohlen, haette ich mir schon 3 Bier bestellen koennen. Egal, wir hatten auf jeden Fall viel Spass und als Steph (Walter) und Michele dazustossen, konnten wir Chris' Vorurteil von der wilden, deutschen Partymaus bestaetigen.
Wir gingen in die naechste Kneipe und tranken echtes Strongbow (englischer Cidre) in Unmengen. Wir mussten leider unseren letzten Zug erwischen und waren deswegen um 12 schon auf dem Weg nach Hause. Wir torkelten zurueck zum Bahnhof und fielen spaeter in das gemuetlichste Bett Sydneys.

Freitag chillten wir gemuetlich rum, kurierten unseren Kater und trafen dann Michele am Opern Haus, um noch die letzten tollen Fotos zu schiessen. Es war so gutes Fotowetter! Mannomann!
Wir schluerften noch einen gemeinsamen letzten Kaffee, verabschiedeten uns von Michele und versprachen, sie spaetestens zu ihrem Geburtstag Ende Mai in Melbourne zu besuchen.
Maya bereitete waehrendessen ein spaektakulaeres Mahl vor, denn nachdem sie die Woche zuvor aus Israel zurueckgekommen war, fand sie ihren juedischen Glauben doch recht spannend. So gab es also zum zweiten Mal im Hause Sebestyen ein juedisches Essen.
Keiner wusste genau was zu tun war, aber wir zuendeten Kerzen an, tranken Wein und brachen Brot. Das Essen war ueberwaeltigend. Es gab Currys aus aller Welt, leckeren Reis und Salate. Ich wuenschte ich koennte auch so gut kochen (aber meine letzen Chicken Spagetthis waren auch nicht von schlechten Eltern).
Nach dem Essen gingen wir in die lokale Kneipe und sangen lauthals "Don't go breaking my heart" und betranken uns mit den Omis und Opis. Schoen wars trotzdem.

Samstag waren wir in Aufbruchstimmung. Wir packten unsere Sachen und fuhren mit Maya zur Habour Bridge, wo wir unter der Bruecke rumlungerten. Dann fuhren wir in das hippe Stadtviertel Surry Hills, tranken Kaffee und stellten uns auf eine nicht ganz so lange Bustour nach Newcastle ein. Um 6 ging unser Bus und die Tour ging los.
In Newcastle angekommen, checkten wir ein und gingen ins Bett (10:00). Richtig oma, wie Sandra meinte.

Newcastle an sich ist recht huebsch, nur ein wenig lahm, oma halt. Die Straende sind wunderschoen und die Sonne schien zum Glueck richtig gut.
In den vier Tagen lagen wir meistens am Strand rum, gingen Bodyboarden oder shoppen. Natuerlich kam das kulturelle nicht zu kurz, waren wir doch in der Kathedrale und in der Kunstgallerie.
die Jugendherberge war recht klein, dafuer schoen. Dort trafen wir auf zwei Israelis, die uns ein cooles Kartenspiel bebrachten.
Um, nicht ganz der Langeweile zu verfallen, kauften wir uns eine 4 Literbox Weisswein. Den gibts hier in Kartons, so mit Zapfhahn und allem. Ist zwar nicht der beste Wein der Welt, aber er erfuellt seinen Zweck. Die Abende verbrachten wir also in der Jugendherberge beim Kartenspielen und Weintrinken. Einmal waren wir sogar im Pub! Und einem Essen im Restaurant!
Am Mittwoch Abend fuhren wir wieder weiter mit dem Bus nach Port Macquarie, einem kleinen Staedtchen, beruehmt fuer sein Koalakrankenhaus. Wir kamen Mittwoch Nacht an und wurden direkt von trinkfesten Deutschen und einem noch trinkfesterem Manager auf der Veranda begruesst. Ach wie schoen.

Am Donnerstag (20.3.)dann gingen wir ins Krankenhaus. Dort werden alle kranken oder geunfallte Koalas der Gegend gesund gepflegt. Die waren alle so suess. Sie wurden in kleinen Gehegen gehalten, wo man durchlaufen konnte. Zwar war es umsonst, aber gaben natuerlich eine kleine Spende am Ende.
Den restlichen Tag assen wir und Abends hatten wir mit einer Box Weisswein und den anderen Jugendherbergsgaesten (vor allem Daniel und Andre aus DE) richtig viel Spass. Leider landete ich um 12 schon im Bett (Sandra meinte mir ging es nicht so gut).

Heute, also am Freitag, gingen wir auf anstrengende Fahrradtour am Strand entlang. Nach einer Stunde kamen wir am Ziel an: eine Kamelsafari! Und da waren sie auch schon: Neptun, Bimbo, Laila und Sandy erwarteten uns am Strand fuer einen spektakulaeren Ausritt am Strand. Sandra durfte auf Sandy sitzen und ich auf Laila. Man, das war soo cool. Eine halbe Stunde torkelten wir am Strand entlang, schossen Fotos und der nette Safarimensch erzaehlte uns alles wissenswerte ueber Kamele. In Australien gibt es 1,3 Million wilde Kamele!! Haet ich gedacht.
Wir ritten wieder zurueck und sprangen ab. Es wurden wieder Fotos geschossen und Kamele bekamen noch ein Abschiedskraulen von uns.
Der Rueckweg war leichter als gedacht, obwohl wir uns Berge hochzwingen mussten.

Jetzt sizte ich also hier und mein Popo tut weh. Gleich holen wir den Wein raus.
Morgen gehts zum Tag der offenen Tuer ins Koala Krankenhaus. Man kann von denen einfach nicht genug bekommen. Morgen Nachmittag fahren wir nach Coffs Habour weiter.

Schoene Ostern euch allen.

13 März 2008

Bondi Beach, Sydney, Australia

Unsere Zeit am Bondi Beach geht nun also auch zu Ende. Wir haben schon gepackt und warten darauf, dass wir zu Maya im Norden Sydneys ziehen koennen, bis wir am Samstag Sydney endlich verlassen.

Was ist noch passiert: Montag Abend kam Steffi noch und wir waren einen Trinken (das ging ganz gut mit unseren Getraenkegutscheinen) und haben Pubquiz gespielt.
Dienstag hat Sandra erst mit Mark getroffen und ich bin zur St.Mary's Cathedral gegangen, die leider eine halbe Baustelle war. Die andere Haelfte war recht schoen, cooles Licht. Und dann bin ich zum ANZAC Memorial gegangen. Die Australier und Kiwis habens naemlich ganz schoen mit ihrem Anzac-Zeug. "Australian and New Zealand Army Corps" wird hier ueberall gefeiert und jeder ist maechtig stolz auf ihre Army.
Ich fands eher langweilig.
Als Sandra dann wieder fuer mich frei wurde sind wir ins Reisebuero gegangen, eigentlich nur um uns ein Busticket nach Cairns zu besorgen. Unserer freundlicher Reiseassistent zeigte uns aber noch ein paar verlockende Angebote, die wir natuerlich nicht auslassen durften. So verliessen wir den Laden um 700$ aermer, aber dafuer mit einer megalangen Reiseliste im Gepaeck. Wir bekamen ein Busticket, dass fuer 6 Monate gueltig ist, bis Cairns hochgeht und wir draufspringen koennen wann immer wir wollen. Dazu gibt es noch 3 Tage Kayakfahren in den Everglades in Noosa Heads, 3 Tage Selbstfahrjeeptour auf Fraser Island (die groesste Sandinsel der Welt) und 3 Tage Katamarantour durch die Whitsundays (Inseln im Great Barrier Reef und Heimat des 10.besten Strands der Welt). Wow, das wird soooo geil. Ich kanns kaum erwarten.
Dieses Schnaeppchen mussten wir feiern und sprangen schoen ins kalte Bondi Wasser.
Abends kamen dann Mayas Schwester und eine Freundin zum Essen und wir kochten lecker Indisch.

Mittwoch: *Das Wandern ist des Muellers Lust* Genau, Sandra und ich gingen Wandern. In den Bergen. Freiwillig.
Die Blue Mountains liegen nur 2 Stunden ausserhalb Sydneys und heissen so, weil sie im Dunst immer blau Schimmern. Wir fuhren mit dem Zug los und kamen in einer netten kleinen Bergstadt an. Zum Infocentrum und den 3 Sister (eine lustige Felsformation) war es schon ein kleiner Fussmarsch. Am Aussichtspunkt schossen wir neben deutschen und japanischen Touristen eine menge Fotos, bis unser Abenteuer erst richtig anfing.
Wir wollten um die 3 Sisters herum, durch das bewaelderte Tal laufen und mit der Seilbahn wieder hochfahren.
Leichter gesagt als getan. Zuerst mussten wir den Giangt Stairway runter, einer Treppe, die, wie gesagt, gigangtisch war. Wir waren schon ziemlich aus der Puste, aber dann mussten wir auch noch durch das Tal wandern. Es war ein Regenwald, im dem man lauter tolle Tiere sehen konnten. Wir haben einen Papagei und Salamander gesehen und auch Spinnen, die garnicht so erschreckend waren. Es gab wunderschoene Wassserfaelle und immer wieder eine atemberaubende Aussicht ueber die Blue Mountains.
Bei der Seilbahn angekommen mussten wir erst einmal verschnaufen. 3 Stunden wandern bin ich halt nicht gewoehnt.
Wir fuhren mit einer Glasboden-Seilbahn uebers Tal, dass zweimal so tief lag, wie die Habour Bridge hoch ist!
Endlich konnten wir wieder mit dem Zug nach Hause, aber leider konnten wir noch nicht ins Bett, denn wir mussten noch unsere Reise planen.
Vorraussichtlich werden wir ueber Newcastle, Port Macquarie und Bellingen nach Byron Bay fahren. Wir wissen es nicht so genau und planen auch nicht viel vorraus. 2-3 Naechte in jeder Stadt werden reichen. Hoffentlich werden wir ueber Ostern einen Schlafplatz bekommen.

Nun jetzt sitz ich hier und packe und gleich gehts zu Maya und dann werden wir noch Sydney unsicher machen, Fotos schiessen und heute Abend zum letzten Mal Steph und Michele sehen.

Bis die Tage

10 März 2008

Erster Bericht aus Sydney

So liebe Leute ich bin in Sydney. Die letzten Berichte aus Melbourne folgen dann, wenn ich mal wieder in Melbourne bin. So wie sich das gehoert.
Also, am Donnerstag bin ich abgeflogen, um kurz vor neun und dann um kurz nach zehn in Sydney gelandet. Es war schon dunkel. Schnell bin ich mit der train in die Stadt gefahren, wo Sandra mich abgeholt hat. Ach war das schoen sie endlich wieder zusehen. Dann gings in die Hostel zum einchecken und danach zu McD. Wir wohnten in Kings Cross, dem Nutten, Backpacker und Partyviertel. Das sah man schon aufm weg zu McD. Lauter nette Maedchen standen ueberall rum.
Die Hostel war ganz ok und ich hab gut geschlafen.

Am naechsten Tag haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht, mit einem roten, bunten Doppeldeckerbus. Es war voll cool, wir haben alles gesehen, was man angeblich hier so sehen kann. Es gab auch einen kurzen Abstecher an den Bondi Beach, der circa 20 Minuten ausserhalb liegt.
Ich weiss leider nicht, was ich von Sydney halten soll. Irgendwie gefaellts mir hier nicht. Es erinnert mich sehr stark an London, sogar der Geruch ist gleich. Die Leute sind nicht so freundlich, alle hupen usw. Ich vermiss Melbourne echt, dort gabs so viel Platz und alles war gelassen. Gutes, altes Melbourne..
Als wir am Bondi am Strand standen, bekamen wir einen Anruf von Maya (siehe Who is who)die wieder zurueck in Sydney war. Eigentlich dachten wir, sie waere noch in Israel, aber nein! Sie erzaehlte uns dann, dass eine entfernte Cousine, die in Bondi wohnt, fuer ein paar Wochen ausszieht und wir ihre Wohung haben koennten! Direkt am Strand!! Umsonst!!!
Wow, war das geil. Darauf mussten wir erstmal einen trinken gehen, und deswegen trafen wir am Abends die deutschen Maedels Michele und Steffi, die wir schon in Melbourne kannten und bei uns gewohnt hatten.
Die wohnen jetzt direkt in der City in einem coolen Hochhaus. Von dort aus gings also in die Stadt und wir genemigten uns ein paar kuehle Biere. Zum Glueck wars keine spaete Nacht.

Am Samstag fuhren wir mit der Faehre zum Zoo. Das war so schoen, wir sind direkt an der Habour Bridge und dem Opernhaus (welches uebrigens recht haesslich ist) vorbei gefahren. Beim Anlegedings konnten wir dann die Seilbahn nehmen und dann direkt uebern Zoo drueber zum Eingang fahren. Der Zoo war super! Es gab so viele tolle Tiere, auch rote Pandas, und immer eine wunderschoene Fotogelegenheit. Wir hatten einen ganz tollen Tag, auch wenn Sandra mich zu der Livespinnenshow ueberreden wollte. Wir haben echte Kaenguruhs gesehen, ganz nah, Koalas, Wombat, Echidnas und Schnabeltiere.

Abends haben wir uns mit Sandras Freund Mark, der nach Sydney gezogen ist, getroffen, der mit seinem Bruder im Pup an der Spielmaschine sass. Sehr spannend. Hinterher gingen wir in die Stadt, trafen Schotten und Steffi, waren tanzen und trinken.

Sonntag: Nachdem wir aus der Hostel ausgecheckt haben, konnten wir noch auf deren Rooftopbar sitzen, unsere Tour planen und uns braeunen. Sofort bekamen wir einen Sonnenbrand. Dort trafen wir Ulrich aus Deutschland, der auch Work und Travel machte. Der brauchte fuer zwei Wochen einen Parkplatz, weil er kurz nach DE zurueckflog. Er erzaehlte etwas von Bondi, dass es da sicher sei und wir kamen dann darauf, dass Sandra und ich da gleich hinzoegen. Er bot uns an da hinzufahren und einen Parkplatz zu suchen. Wie praktisch. Nicht nur Unterkunft umsonst, sondern auch noch Transport. Wir fuhren also los, vollbepackt und kamen ohne Umwege direkt am Strand an, wo Maya schon auf uns wartete. Das Haus ist echt an der Haupstrasse und voll schoen.
Schnell zogen wir uns um und gingen dann an den Strand, wo die Deutschen Maedels von uns, Mayas Schwester mit Freunden und israelische Mayafreunde eintrudelten. Es war also rein australischer Sonntag, der mit unserem ersten Bondisonnenbrand endete.

Montag(10.3.08): Strand, natuerlich! Meer auch. Und danach Darling Habour, so ner Bucht in der Stadt mit Hafen und Cafes. Dort gingen wir ins National Maritime Museum, weils umsonst war. War jetzt auch nicht so prickelnd.
Grade warte ich also Zuhause auf Steffi, die mit uns hier in Bondi einen heben will.
Good on ya!

19 Februar 2008

Ein Monat voller Ueberraschungen

Wieder da. Verzweifelt versuche ich grade nach Ausreden zu suchen, warum ich so lange nicht mehr geschrieben hab. Krankheiten, Arbeit, Feierei, Faulheit, Hitze, Katerstimmung; das kam wohl alles zusammen.
Naja, jetzt kann ich mich auch nicht mehr so genau erinnern. Wo fang ich an?

Rob hatte am 31.01. Geburtstag und es gab ein kleines BBQ mit Alkoholkonsum. Anscheinend war das fuer eine etwas zu viel, denn ploetzlich hatten wir die Nachbarin in der Kueche stehen, die sich etwas aufregte. Wir konnten die ganze Aufregung nicht ganz verstehen und Sandra und ich schlugen weiter mit Kochloeffeln aufeinander ein.

Ich hatte wohl zwischendurch mal Geburtstag und als erstes moechte ich mich fuer alle Geburtstagsgruesse bedanken, auch wenn ich nicht alle beantwortet habe :) Trotzdem hab ich mich sehr gefreut.
Gefeiert habe ich drei mal, man wird ja schliesslich nur ein mal 21 und das wird hier noch groesser gefeiert als der 18. Sandra und ich haben mit Jana (meine Arbeitskollegin) und Mark (Freund von Sandra) in einem Pub reingefeiert, mit live music und extrem ausgedehnten Tanzeinlangen. Es war aber auch nur eine kleine Reinfeierei, denn unser grosses Birthday BBQ sollte am 9.2. stattfinden.
Eine Ueberraschung gab es aber doch schon: Mitten beim Tanzen fiel mir ein bekanntes Gesicht auf, das ich nicht sofort einordnen konnte. Irgendwoher kannte ich die Frau aber. Dann fiel es mir ein: Wir hatten uns in Schottland im April 07 bei der Haggisbustour getroffen, wo wir eine Woche lang durch Schottland fuhren, und danach nichts mehr von einander gehoert. Was fuer ein Zufall sie hier mitten in Melbourne zu treffen. Sie erkannte mich zwar nicht auf Anhieb, aber irgendwann fiel auch bei ihr der Groschen. Haha, wie klein ist doch die Welt.
Am naechsten Tag hatte ich zum Glueck frei, war leider total alleine :( Die Jungs waren noch in Woodend, wo am Abend zuvor irgendein Freund seinen Geburtstag reingefeiert hatte, und waren auf dem Weg zu ihrem neuen Haus, das sie letztens gekauft hatten und nun vermieten sollten.
Also hing ich an meinem Geburtstag Zuhause rum, holte auf der Arbeit meine Klamotten ab und arbeitete an Sandras Geschenk.
Irgenwann kam Rob wieder und wurde ploetzlich ganz geheimnistuerisch. Ich sollte ein Handtuch, Flipflops, einen Ball und eine Zahnbuerste einpacken, es sollte mich eine Geburtstagsueberraschung erwarten. Aha! Zahnbuerste, Ball... Gut, ich packte also alles ein, bei Rob kann man nie so genau wissen, was einen erwartet. Wir fuhren und fuhren und fuhren und kamen in der Smith Street an, einem Mekka fuer coole Surf-,Skate -und Coolklamotten. Was fuer eine Ueberraschung: Er hat mich zu meinem ganz persoenlichen Shoppingtrip eingeladen, weil er selber nix finden konnte. Wie geil! Nach ein paar Laeden entschied ich mich fuer eine uebertolle tuerkise Sweatjacke.
Der Geburtstag war gerettet :)
Am Abend gingen Damian und ich lecker argentinisch Essen. Wir bekamen ein Minibbq auf den Tisch mit lauter unbekannten Fleischstuecken, die laut Kellnerin von wirklich ueberall im Koerper stammen. Lecker wars trotzdem.
Danach trafen wir uns alle im Pub und tanzten bis frueh morgens, leider musste ich am naechsten Tag arbeiten. Zum Glueck fiel der Kater recht klein aus.

Irgendwann vorher (16.01.) waren wir auch bei den Australian Open. Ich mag zwar kein Tennis, aber es war billig und wir hatten einen Ground Pass, mit dem man in alle Stadien ausser dem Hauptstadium reinkonnte. Das war recht cool, wir haben Rainer Schuettler gesehen, der abgrundtief schlecht gespielt hat, irgendwelche andere beruehmten Spieler auch noch und haben uns am Abend tierisch ueber unseren Sonnenbrand gefreut. Beinahe haetten wir die Williams Schwestern gesehen, aber die Schlange war uns zu lang.
Ein schoener Tag mit den Jungs.

Achja, dann war ja auch noch das Fernsehen bei uns bei Zingarella. Gefilmt wurde drei Tage lang (05.-07.02.) und drei Tage lang waren wir im Stress, physisch und psychisch.
Wie schon erwaehnt, handelt es sich um eine Koch-Renovierungs-Show, in der 2 Restaurant innerhalb von 48 Stunden ihr Menue, Service und Mobiliar verbessern muessen. Am Ende entscheidet ein Kritiker, der schon einmal mit versteckter Kamera bei den Restaurants gegessen hat, welches einer groesseren Verbesserung unterzogen wurde und dementsprechend gewinnt.
Am Dienstag ging es um 8 Uhr los, als das Kamerateam auftauchte, aufbaute und uns "Hauptdarsteller" zum Masterinterview einlud. Frank, Daniela, Danny (Koch), Jazy (Kellnerin) und ich wurden jeweils 30 Minuten, Frank & Dan sogar noch laenger interviewt, ueber das Restaurant, die anderen Mitarbeiter und die Show. Es war ziemlich nervoetend, staendig wurde man neu verkabelt, man durfte nicht in die Kamera schauen, laecheln, sich nicht wiederholen, blabla..
Nach den Interview mussten wir uns die Kritik vom ersten Besuch des Kritikers anschauen und wir wurden dabei gefilmt. Wir konnten unsere Muender kaum schliessen, denn was dieser Typ von sich liess war unter aller Sau: Service: gut (wenigstens das), Essen: zu salzig, nicht zu empfehlen, schrecklich, nicht italienisch. Deko: vollkommen daneben geriffen, zu durcheinander.
"Put a fucking carrot up your arse, you fucking cockhead!" (Zitat Frank) Und so ging es weiter. Unser gesamtes Geschimpfe wir wohl nur noch als lautes Piieeep zu hoeren sein.
Nach noch mehr Interviews, Shots vorm Restaurant und Shots im Retaurant konnten wir endlich am Abend unseren normalen Dinnerservice starten und wurden wieder gefilmt. Staendig hatten wir ne daemliche Kamera in der Fresse, von denen zwei immer ueberall rumliefen. Ab und zu hatte jeder von uns ne Hand vom Soundtechniker zwischen den Bruesten, um "das Mikrofon zu richten". Jaja :)
Mittwoch ging es wieder frueh los um das Restaurant zu renovieren. Jazy, Chantal (Kellnerin) und ich waren fuer alles zustaendig. Daniela wurde ab und zu zum filmen mal ein Pinsel in die Hand gedrueckt, denn sie musste sich um Valentino kuemmern. Frank war zeitgleich in der Kueche, wo eine Kamera ihn aufnahm, wie er Verbesserungstipps vom Arschloch-Tim Maelzer Australiens annahm und sich wieder lauthals (fuck off, i'm not cooking this shit) beschwerte.
So verging der Tag, die Waende wurden gestrichen, Ikeasachen aufgebaut, Sachen ein- und ausgeraeumt und so weiter und so fort. Bis wir dann Abend mit den groben Sachen fertig waren.
Donnerstag war der finale Tag und morgen konnten wir noch schnell dekorieren, die Waende schoener machen, das Restaurant arbeitsfaehig machen. Die grosse Neueroeffnung und das zweite geheime Dinieren des Kritiker stand bevor. Wir mussten ihn also schoen beeindrucken, damit wir gewinnen konnten. Leider wussten wir immernoch nicht, wie er aussah. Als wir seiin erstes Statement am Dienstag gesehen hatten, war er ganz pixelig. Naja, keiner hatte mit dem cleveren Zingarellateam gerechnet: Die erste Folge der Staffel wurde Mittwoch Abend ausgestrahlt. Wir durftenn es nicht gucken, konnten auch nicht, denn wir waren alle am streichen. Heimlich haben wir aber alles aufgenommen und noch nachts geguckt. So wussten wir auch wer der Kritiker ist.
Als wir also komplett fuer den Dinnerservice vorbereitet waren, ging es los.
Die Gaeste kamen und gingen, aber der Kritiker war nicht zu sehen. Bis endlich jemand mit einem unangenehn hochsitzenden Toupe den Laden betrat. Unauffaelliger ging es echt nicht mehr. Bingo!
Guter Service fuer diesen Tisch hatte jetzt allerhoechste Prioritaet und es lief gut.
Er verschwand auch recht schnell, um auch noch beim anderen Restaurant, das gleich um die Ecke lag, vorbeizuschauen.
Jetzt war alles getan und wir konnten nur noch bis zum naechsten Dienstag warten, wo wir endlich das Ergebnis hoeren sollten. Wir wurden wieder auf Stuehle gesetzt und schauten uns die zweite Kritik an. Alles war super, bis auf das Essen. Frank wollte einfach nichts an seinem Menue aendern; da kam wohl der stolze Italiener hoch.
Und wie es kommen sollte, gewann das andere Restaurant. $12000 einfach so dahin.
Enttaeuschend war es schon, aber wenigstens hatten wir ein komplett umgestyltes Restaurant. Schade, schade.

Zwischenzeitlich war ich immernoch krank, Magendarm und wurde fuer eine Woche auf strikte Diaet gesetzt: Nur Nudeln, Reis und Brot. Ohne alles. Und Wasser. Geilo!
Hat nicht viel gebracht, bin immernoch krank und unterzieh mich grad allen moeglichen Unterasuchungen. Ergebnisse folgen bald und werden auch hier in Marinas monatlichem Magazin veroeffentlich.
Ach, hab mich auch boese in den kleinen Finger geschnitten. Ich weiss nicht wie, es war eiine Weinflasche und viel Blut ist geflossen. Und es heilt nicht, weil es entzuendet ist. Auch darueber bald mehr Updates.

Genau, dann kam auch noch Sandra's & Marina's 21st BBQ (09.02), wo alle unsere Freunde zum Grillen kamen und wir schon mittags anfingen zu trinken. Die deutschen Maedels kamen wieder, ein paar Leute von der Arbeit schauten vorbei uns sonst waren eigentlich recht viele Leute da. Es wurde gegrillt, gelacht, getrunken und ziemlich laut Musik gehoert. Bis wir anfingen ein Australisches Original zu spielen: Das Boxspiel. Zur Erlaeuterung: Bier wird hier nicht in Kaesten, sondern in Kartons a 24 verkauft, auch slap genannt. Bei dem Spiel geht es nun darum, den Karton mit den Zaehnen vom Boden aufzuheben, wobei nur die Fuesse den Boden beruehren duerfen. In jeder Runde hat jeder Spieler drei versuche. Schafft er es nicht, fliegt er raus. War jeder einmal dran, wird vom Karton ein Streifen abgerissen, so dass es immer schwieriger ist, ihn vom Boden aufzuheben. Hoert sich recht uninteressant an, je mehr Alkohol vorher schon konsumiert wurde, desto haeufiger landet man auch auf dem Boden.
Weiter ging es mit selbst ausgedachten Kartentrinkspielen, bis wirklich jeder nicht mehr ganz klar war. Zeit fuer eine Rede und Rob als unser laengster Freund wurde auserkoren. So standen wir drei also auf der Treppe und Rob erzaehlte recht amuesante Schmankerl aus der Edinburghzeit, ueber meine Gabe, unzaehlige Freidrinks in der Bar zu ergattern und Sandras Talente in der Maennerwelt :) Wir konnten und nicht mehr vor lachen halten.
Kurze Zeit spaeter gingen wir alle in eine super geile Jazzbar in der wir die ganze Nacht die Tanzbeine schwingen liessen. Das war wirklich ein gelungener Geburtstag.

Zwischen all der Feierrei musste Sandra auch schon einigen Leuten auf wiedersehen sagen, denn sie flog am 20.02 nach Sydney. Um es noch mal richtig deutsch bei uns werden zu lassen, gingen die Jungs, Pat inklusive, Sandra und ich ind Hofbraeuhaus. Erster Eindruck: Heimat. Es war so schnuckelig, eine Mischung aus Dorfkneipe und Almhuette traf hier aufeinander, Bierplakate an den Waenden, alte Zugschilder und "Ein Prosit der Gemuetlichkeit" schauten uns an. Die Kellnerinnen waren deutsch und der Wirt sah aus wie ein dicker deutscher Metzger. Die "Band" bestand aus einem gemuetlichen Schlagzeuger und dynamischen Akkordeonspieler, die uns regelrecht zum schunkeln brachten. Nach einer Runde Weizen und DAB entschieden wir uns fuer Rindsrouladen, Schweinshaxen und Schnitzel. Beilagen: Kloesse, Sauerkraut, Spaetzle oder Rotkohl. Wir waren alle im Himmel. Wie bei Mutti sach ich euch.
Ich hatte zum Nachtisch ein Almdudler und wir schossen noch schoene Erinnerungsfotos. Leider musste dieser Abend auch zu Ende gehen und wir stiessen auf Sandra an.

Nun bin ich alleine unter Jungs, ihrer neuen Playstation 3 und unzaehligen Stuntman- und Fussballspielen. Am 6.3. fliege ich aber Sandra hinterher und werde Syndey im Sturm erobern. Jetzt heisst es noch Melbourne zu geniessen und restliche Reserven zu verdienen.

Auf bald, holde Freunde. Prosit.

15 Januar 2008

Babyalarm

Tach auch. Schoenes Wetter heute, ne?
Verdammt, ich konnte mich nicht piercen lassen, weil der doofe Pinoeppel bei mir im Ohr zu klein ist. Na super. Und ne andere Stelle viel mir auch so spontan nicht ein. Deswegen lies ich es lieber sein und ging dann halt zur Arbeit.

Ich arbeite mir grad die Fuesse wund, da meine Chefin ihr Kind ja bald erwartet. 55 Stunden sind keine Seltenheit, aber dafuer werd ich ja auch bezahlt. Nun war es gestern (14.1.) endlich soweit. Ich bekam eine SMS von Daniela: Die Fruchtblase ist geplatzt, wir halten dich ueber weiteres auf dem Laufenden. Juhuuu. Das Kind kommt. Ich hoffe ja, dass es eiin Junge wird, Maedchen mag ich im Allgemeinen ja weniger.
Gut, meine Wochenstunden werden sich jetzt auf 60 erhoehen, aber zum Glueck kann ich manchmal mit Sandra arbeiten, weil die bei uns jetzt auch ein paar Stunden bekommt.

Was ist noch passiert im Land der Kaengarus? Nicht viel, wie gesagt, ich steck grad alle Energie in die Arbeit. Die Jungs waren bis zum 8.1. in Perth und kamen recht braun gebrannt ausm Urlaubt wieder. Ich war am Montag davor noch im Park und hab mir nen leichten Sonnenstick geholt. Das geht hier schnell, deswegen duerfen die Schulkinder auch nie ohne Kappe in die Pause.
Am Dienstag trafen wir von Zingarella dann unsere Produzenten. Ich weiss garnicht, ob ich euch schon von der TV Show erzaehlt hab, an der wir teilnehmen. Ich glaub schon.
Auf jeden Fall wurde besprochen, was wann gefilmt wird, was wir machen muessen und das wir alle 3 Tage mikrofoniert werden. Oh Gott, wird das peinlichm, ich lauf naemlich die ganze Zeit fluchend durch die Gegend und reg mich ueber irgendwelche Kunden auf. Ich glaube das muss ich einstellen oder es wird ein einziges Piiiiieeeeepen zu hoeren sein, wenn ich rede.
Als wir endlich nach Hause durften haben die Jungs fuer uns Marlin aufs BBQ geschmissen. Ja genau, wir habens Nemos Vater gegessen, in einer Soja-Sesam-Sauce und es war zu lecker. Armer Fisch..

Die restliche Woche habe ich durchgearbeitet und jetzt sitze ich hier und warte auf einen Anruf von Frank, dass das Baby gut gelandet ist.
Ich glaub ich geh noch schnell inne Stadt und kauf ein Geschenk.
Bis Bald

03 Januar 2008

I wish you a Merry Christmas and a Happy New Year!

Ein froehliches Neues Jahr wuensche ich euch allen! Ich hoffe ihr hattet alle einen guten Rutsch und natuerlich auch ein frohes Weihnachten. Wie ich gehoert habe gab es keinen Schnee, hier auch nicht, aber das duerfte nich so ein grosses Problem gewesen sein. Euer Schnee kommt bestimmt noch. Meiner dann in ein paar Monaten.
Also was ist mal wieder passiert? Lasst mich konzentrieren. Zwar ist nicht so viel Alkohol geflossen, aber die ganzen Pillen lassen einen doch auch schon dahindoesen.

Dann war ich wohl am 20.12. beim Frisoer. Ich wollte einfach nur "kurz", denn bei den Temperaturen hier sitzt einem der Schweiss staendig im Nacken und das nervt gewaltig. Vor allem bei der Arbeit. Ok, dann sass ich halt auf dem Stuhl, konnte der Frisoese nur so halb erklaeren, was ich wollte, denn schliesslich wusste ich es selber nicht genau. Dann fing sie an zu schnippeln und es wurde kuerzer und kuerzer, aber noch nicht kurz genug.
Als sie fertig war, dachte ich unsere Angela saesse vor mir. Ich musste mich erst mal dran gewoehnen, dass alles unten herum so luftig ist. Ist trotzdem ein tolles Gefuehl und man kann auch wirklich unheimlich viel mit meinen Haaren anfangen. Das koennt ihr auch bald auf den Fotos zu sehen.

Am Abend bekam ich eine Sms von Loes, einer hollaendischen Freundin die fuer eine Woche bei uns in der Hostel in Edinburgh gewohnt hat. Wir waren immernoch ueber Facebook in Kontakt und sie war mit ihren Eltern auf Australienurlaub. Wir trafen uns ein paar Bierchen in der City. Dort gab es auch einen lebendigen Adventskalender an einer Hochhauswand. Das war sehr ansprechend.
Auf dem Weg zur naechsten Bar wurden wir von einem sehr mysterioesen Suedamerikaner aufgehalten, der uns folgen wollte. Der hatte seine eigene Jim Beam Flasche mit und draengte sich auf unsere Fotos. Zum Glueck verschwand er irgendwann von selbst.
Der Abend verlief weiterhin ohen grosse Vorkommnisse, es war schoen Loes wiederzusehen und wenn ich dann mal nach Holland komme, hab ich doch direkt Kontakte.

Die weitere Woche lief so dahin, es war recht busy mit ueberfuellten Xmas functions, sich anschmachtenden Liebespaaren und nervenden Grossfamilien. Zum Glueck nahm ich immernoch mein Paracetamol und war ein wenig geistesabwesend.

Am 23. traf ich mich mit David und Margarete, meinem deutschen Arbeitskollegenpaerchen aus Bayern auf eine nette Partynacht auf der Brunswick Street, der Hippiemeile schlechthin. Wir zogen von Pub zu Pub, trafen noch die Sandra und landeten im Bimbo's, der Lieblingsbar unserer Jungs. Die trafen kurze Zeit spaeter auch noch ein und dann gings natuerlich richtig los. Litschivodka+Soda+Limone=lecker. Die Musik (elektronische) gefiehl mir persoenlich sehr gut, Sandra nicht so, aber wir tanzten troztdem alle froehlich.
Zum Glueck kam auch direkt ein Taxi, als wir aus der Tuer torkelten und Damian, Rob und ich rockten zu Bollywood-Dance-Music das Taxi. Was ein guter Start in die Weihnachtszeit.

Heiligabend: *Morgen Kinder wirds was geben, morgen werden wir uns freuen...* Ja genau, morgen erst, denn auch hier in Australien werden die Geschenke am 25.12. (Christmas Day) verteilt. Was ein Jammer.
Da ich mich ja freiwillig gemeldet hatte am Abend zu arbeiten, um nicht alleine Zuhause rumsitzen wolle, goennten uns Sandra und ich ein Weihnachtsfruestueck. Mal wieder auf der Brunswick Street setzten wir uns in ein nettes Cafe und wurden durch die Wolken am Himmel schoen in Weihnachtsstimmung gebracht. Wir bestellen uns ein ganzes Buffet: Pancakes, Obstsalat, Orangensaft, Kaffee, Schinken-Tomaten-Kaese-Croissant und stopften uns dermassen voll. Wie immer eigentlich, wenn man uns Backpackern was zu Essen vor die Nase stellt. Man weiss ja nie, wann man das naechste Mal etwas Essbares zwischen die Finger bekommt.
Wie auch immer, es war soooooo lecker. Nur konnten wir uns auf dem Rueckweg nicht mehr bewegen und kugelten nach Hause.

Auf der Arbeit war recht viel los, es wurde noch schoenes Wetter und Marga und ich liefen uns die Hacken wund. Wir wurden nach der Arbeit mit Bierchen und shots belohnt, so dass ich aufm Weg zum naechsten Bottle Shop (Laedchen wo es Unmengen von Alkohol gibt) schon pissed (betrunken) war. Hab ein 4pack VodkaLemon fuer Sandra und mich geholt, so dass wir es uns auf der Couch bei Lemontarts und den Griswolds gemuetlich machten. Der Alkohol machte sich an die Arbeit und verbreitete Muedigkeit in meinem ganzen Koerperchen, so dass ich schon in der Haelfte des Films einschlief.
Aufgeweckt vom Abspann verkrochen wir uns in unsere Bettchen. Was ein schoener Heiligabend.
*Morgen Kinder wirds was geben, morgen werden wir uns freun...*

Christmas Day: Wo sind die Geschenke? Ach, menno, immer noch nicht da. Dafuer bin ich doch extra frueh aufgestanden, um Santa vielleicht noch zu erwischen. Naja, egal, wenigstens schien die Sonne. Ich musste mich dann auch fertig machen, denn Damian wollte mich abholen. Wir fuhren zu seinen Eltern und dort gab ich leckeren Christmas Lunch. Seine 6! Geschwister, deren Freund und Freundin, Nichte, Eltern und Verwandte waren da, so dass ich schnell den Ueberblick verlor, wer jetzt wer war oder zu wem ghoerte. Dann holten wir Sandra vom Bahnhof ab, denn die Gute musste ja an Weihnachten arbeiten. Dann war es endlich so weit. Sandra und ich tauschten unsere Geschenke aus. Wir hatten umanbhaengig vom Wichteln etwas fuer einander besorgt.
Die Spannung war gross, Trommelwirbel: Tahdaah! Ich bekam ein ultracooles Billabong Portemonaie von Sandy und sie einen Gutschein fuer einen Trip nach Philip Island. Das ist eine Insel in der Naehe von Melbourne, wo jeden Tag Hunderte von suessen Pinguinen Parade laufen. Hach, herrlich.
Als wir fertig waren, spielten wir lustig an dem neuen Gitarren-X-Box-Spiel von Damians Bruder, wo man eine richtige Gitarre als Joystick in der Hand haelt und die Toene nachspielen muss. Haha, mit ein paar Glaeschen Wein, war es natuerlich noch lustiger.
Kurze Zeit spaeter waren wir auch schon bei Joel Zuhause in seinem, sagen wir mal bescheiden, Palast. Seine Eltern, ein paar Nachbaren, seine Schwester+Mann, Ben und Hunde waren da. Wir schmissen den Barbie an, tranken, lachten und hoerten am Ende so laut Musik, dass wir kaum ein Wort des anderen verstanden. Das haben Joel und sein Vater gemeinsam. Wenn die Musik in die Finger bekommen, wird laut gestellt, egal wer dabei ist. So ist das bei uns Zuhause auch. Das ist glaube ich auch der Grund, warum wir bald ausziehen muessen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Spaeter als dann fast alle weg waren und nur noch der harte Kern uebrig blieb, guckten wir, ganz weihnachtlich romantisch "Tatsaechlich Liebe" an und gingen.
Joel lief ploetzlich kotzend aus dem Zimmer und bald darauf wurden Sandra, Damian und ich von seinem Bruder nach Hause gebracht.

Am naechsten Morgen, 26.12. (Boxing Day) mussten wir eigentlich frueh raus, denn Joel und Rob mussten zur Arbeit, doch das verzoegerte sich eine Weile, denn Joel musste sich erst faehig machen, wieder Auto zu fahren. Irgendwie war er auch nicht in Arbeitsstimmung und meldete sich krank.
Sandra und ich gingen ins Bett, denn wir mussten spaeter Arbeiten.
Ja, so war mein Weihnachten. Recht australisch wuerd ich sagen.

Am 28. wollten Sandra und ich eigentlich shoppen gehen, aber wir bekamen von einer netten Lady einen Gutschein fuer 2 fuer 1 Eintritt fuer die Rialto Towers (fortan nur noch im Singular benutzt, auch wenn es zwei Zwillingstuerme sind) in die Hand gedrueckt. Was naetuerlich toll war, war ja schliesslich schoenes Wetter. Um das aber mal genau zu erklaeren: Der Rialto Tower sind die zweitgrossten Gebaeude Melbournes. Nur der Eureka Tower ist groesser. Der steht aber nicht ganz direkt im Zentrum, sondern in der Southbank am Yarra River.
Im Rialto Tower gibt es ein Stockwerk mit 360 Grad Rundumfenster und so wanderten wir eine Stunde lang herum, schossen Fotos und gingen auf die Aussenterasse. Melbourne is von oben fast noch schoener als von unten. Aber nur fast.
Wir haben Haeuserdaecher in Herzform, Kinderspielplaetze, Swimmingpools, Tennisplaetze auf Daecher gefunden, konnten sehn wo wir wohnen und es war einfach nur ein herrlicher Ausblick. Auf der Terrasse war es total warm, sogar der Wind und dass obwohl wir im 55. Stock waren.
Leider hatte Sandra viel zu schnell Hunger, so dass wir runter zu Subway mussten.
Und dann ging es auch schon Richtung Arbeit.

Sonntag nach der Arbeit gingen wir in den Park, hatten ein bbq und gingen dann wieder bowlen. Das ist immer sehr lustig, so mit Schwarzlicht und allem. Ich bin leider der loser der Gruppe, 50 Punkte maximum.
Wie auch immer hatten wir Spass mit den Jungs. Die sollten naemlich Silvester nach Perth fliegenk, weil ein Freund Anfang Januaer dort heiratet. Hui Silvester allein zu Haus. Naja Ben bleibt hier, whatever.

Bis Silvester hab ich schoen durchgearbeitet, denn es herrscht bei uns grade Arbeitskraft mangel. Mag vllt daran liegen, dass alle gekuendigt werden. Haha..Daniela ist grad ziemlich mies drauf, sie erwartet jede Sekunde ihr Kind und ist total reizbar. Mir gegenueber nicht so, das ist gut.
An Silvester war es mega voll, wir waren unterbesetz, so das Frank und Daniela keine Lust hatten lange aufzulassen. Zwar kam noch Jean-Paul, der schwule Freunde meiner Arbeitskollegin Chantal, zur Hilfe, das machte aber nicht viel aus. Wie geil! Ich dachte schon, ich wuerde ein schreckliches Silvester im Restaurant verbringen. Aber nein, erstens kam es anders, zweitens als man denkt:
Nachdem um wir um 11 endlich alle Gaeste rausgequaelt hatten, konnten wir anfangen zu putzen und legten uns maechtig ins Zeug. Schliesslich wollten wir noch in den Park, das Feuerwerk sehen. Als wir um 11.30 fertig waren, genehmigten wir uns 2 Jaegerbomben, ein Glas Moscato und ein Bier. Da es in Australien nicht erlaubt ist, auf offener Strasse Alkohol zu konsumieren, musste ich mein Bier exen, und weil ich so ein hilfsbereiter Mensch bin, half ich doch auch glatt JP und Chantal bei ihrem Bier. Hui, da war ich aber schon lustig drauf.
Wir rasten dann in den Park, mussten noch Chantals Auto parken, die wohnte naemlich direkt gegenueber. Rechtzeitig im Park angekommen, ging um Punkt 12 ueber der Stadt das Feuerwerk los. Es war recht ok. Nicht sehr gross, aber trotzdem schoen.
Irgendwann ist auch das schoenste Feuerwerk zu Ende und wir gingen zu Chantal, eigentlich nur um uns kurz fertig zu machen.
Die wohnt in einem ziemlich poshen Apartementblock mit Pool und Daniela wollte eigentlich nur ihre geschwollenen Beine abkuehlen, doch kurze Zeit spaeter planschten Dan, Frank, JP, Chantal und ich froehlich und voll bekleidet herum. Was ein schoener Spass. So laesst sich Silvester feiern.
Gut, wir mussten dann auch noch duschen und uns fertig machen. Meine Klamotten waren patschnass, nur meine undies schmiss ich in den Trockner. Was ein Glueck, dass Chantals nicht anwesende Mitbewohnerin die gleiche Groesse hatte wie ich und ich mir ein nettes Kleid schnappen konnte.
Jetzt musste wir nur noch die Haare stylen und weil Silvester war, wollte ich was cooles. Und was ist cooles als ein Iro? Nix! Mit Unmengen von Wax, Haarspay und Foen ging es an die Arbeit und das Ergebnis war einfach zu geil. JP kriegte sich vor lachen nicht mehr ein.
Schnell ab in ein Taxi und auf nach South Mel, wo ein Freund von JP Manager einer Bar war. Dort gab es Getraenke von uns, Barkeeper in den knappesten rosa Hotpants und ein paar nette Schwule mit den aufregendsten Muskelshirt. Sandra hatten wir in der Zwischenzeit auf der Arbeit aufgegabelt, so dass wir jetzt zu viert feiern konnten. Chantal, JP, Sandra et moi. An das Verlassen der Bar konnte ich mich jetzt nicht mehr erinnern, ich weiss nur, dass Sandra hinter die Bar rennen wollte, um sich selber Getraenke einzuschenken..
Wir wollten in die Stadt laufen. Ich textete mich froehlich durch mein Addressbuch und kam dann auf die gloreiche Idee Natalie anzurufen. Ihre Nummer kannte ich schliesslich auswendig. Dachte ich. Ich waehlte also schoen die Nummer, merkte aber nicht, dass ich eine 7 zuviel hatte. Und so landete ich bei einer armen Frau im Umkreis Froendenbergs, die garnicht verstand, warum ich so sauer auf sie war. Ich schrie ihr die ganze Zeit "Ich will mit Nati sprechen" ins Ohr und auf die Antwort "Hier gibts keine Nati" schrie ich ihr nur ein lautes "Jawohl!" entgegen. Nach ein paar Minuten gab ich auf und musste feststellen, dass es die falsche Nummer war.
Nun muss es wohl eine arme alte Frau geben, die sich wundert, warum betrunkene sture Maedchen aus Australien anrufen und sich nur mit einer Nati zufrieden geben.
Irgendwann hatte ich endlich Nati am Apperat, ich weiss nur nicht mehr, worueber wir uns unterhielten.
Nach kurzer Zeit standen wir bei Maccas, irgendwer hatte Hunger. So wie 2379 andere Menschen auch. Dann gingen wir *Luecke* und dann nach *Luecke* und fuhren *Luecke* *Luecke*, bis wir endlich Zuhause landeten. Chantal und JP fuhren nach Hause und Sandra und ich bereiteten uns auf ein Mitternachtsbarbie vor. Nur leider bekamen wir den Grill nicht an und mussten mit einer Pfanne vorlieb nehmen.
Im Kuehlschrank gab noch Wuerstchen und ein halbe Flasche Moscato. Die kralle ich mir ersteinmal. Und als geborener Grill Specialist stellte ich mich gleich an den Herd. Eine halbe Flasche Oliven Oel sollte genuegen, die Wuerstchen sollten ja nicht zu trocken sein. Irgendwann spuerte ich leichte Schmerzen auf den Armen, bis ich feststellte, dass das Fett nur so spritzte. Am naechsten Morgen sahen meine Arme echt uebel aus.
Der Schmerz hat sich gelohnt, die Wuerstchen und das dazu passende Sandwich auch. Ben und Casey kamen nach Hause, schliefen fast auf den Sofa ein, was ich natuerlich fuer unmoeglich hielt, wenn man bedenkt, dass ich die Musik auf circa 189 dB gedreht hatte. Und das um 6 Uhr morgens.

Am naechsten morgen wachte ich mit einem ueblen Kater um halb 11 auf, der Iro noch voll da und konnte mich an nicht mehr viel erinnern. Der Anblick des Wohnzimmertisches bereitete mir noch groessere Uebelkeit.
Ich rief auf der Arbeit an, ob ich Sandra mitbringen sollte, denn wie ich wusste herrschte immer noch Mangel. Daniela war voll verzweifelt und fragte, ob wir jetzt schon kommen koennten. Eigetnlich haette ich um 2 angefangen, aber naja. Sie wusste dass ich immer noch besoffen war, fands auch nicht so schlimm, aber so lange ich mich auf den Beinen halten konnte...
Nun gings also los. Auf der Arbeit herrschte Chaos und bald hatten wir kein Essen mehr. Juhu, wieder ein Grund frueher zu schliessen und puenktlich um 5 durften wir gehen.
Wir gingen mit Pan und Ben in den Pub und assen ein wohlverdientes Steak. Medium-well. Viel zu trocken.

Donnerstag hatte ich frei und ging morgens zum Arzt und endlich meinen Ausschlag zu beseitigen. Der Arzt machte einen Bluttest konnte aber nix finden und verschrieb mir eine Creme. Wenigstens lohnt es sich bei meinen ganzen Krankheiten fuer die Versicherung zu bezahlen.

Gleich geh ich mich mit Sandra piercen lassen. Ich weiss nur noch nicht wo.
Schmerz lass nach.