27 Januar 2009

Sehr Guten Morgen,

wuensche ich allen. Hier ist es sechs Uhr morgens und ich kann nicht schlafen. Ich bin ja auch schon um sechs gestern Abend ins Bett gegangen, obwohl ne super Party am laufen war. Aber einmal von vorne: Am 26.1. war Australia Day, da feiern die Australia die Ankunft der ersten Flotte in Sydney. Und dass soll ja gross gefeiert werden. Deswegen fingen wir schon um 8 an unser Haus umzuraeumen und fuers barbie fertig zu machen. Um 10 kamen schon die Ersten Gaeste und es ging langsam los. Eigentlich wird am Australia Day nix anderes gemacht, als eine grosse Grillparty zu schmeissen, und das taten wir auch. Es wurde froehlich getrunken und auch lecker gegessen.
Damian hatte den Feiertag auch gleichzeitig als Ueberraschungs-Willkommenparty getarnt und so kamen viele alte Freund von mir vorbei. Das war schoen wieder alle wiederzusehen.
Ein anderes Highlight des Tages ist die jaehrliche Vorstellung der Hottest 100, wo Leute die besten Songs des letzten Jahres bei einer landesweiten Radiostation waehlen koennen. Nichts anderes wird also als Soundtrack des Tages zugelassen und so tanzten wir weitgehen zu Songs die ich, aber viele andere auch, nicht kannten. War aber gut. Die Kings of Leon haben gewonnen.
Ich musste mich aber sehr anstrengen, um den Gewinnersong noch mitzubekommen. Der Jetlag ist diesmal richtig schlimm, ich glaube er wird durch die Hitze noch richtig verschlimmert. Also ging ich wie gesagt, um 6 ins Bett. Die meisten Leute gingen sowieso schon um 7, da heute ein Arbeitstag ist.

An meinem zweiten Tag in Australien, der Sonntag, fuhren Damian und ich zum Strand. Es waren knackige 26 Grad und obwohl ich mich eincremte, bekam ich doch glatt den ersten Sonnenbrand auf den Waden. Hallo Ozonloch!
Trozdem war es richtig cool, das Wasser war schoen und nicht zu kalt und wir chillten richtig rum. Leider dauerte die Fahrt mehr als eine Stunde und ohne Auto kann man nicht zu den besten Straenden rausfahren, aber es lohnt sich doch.
Morgens waren wir noch in unserem Lieblingscafe Fruehstuecken und Abends gab es Krabbenpasta und verfolgten die Australian Open, die gerade in Melbourne stattfinden.

So, das war es erstmal wieder. Es ist auf jeden Fall, total toll wieder hier zu sein, auch wenn ich alle Zuhause sehr vermisse. Aber es dauert ja nicht mehr lange, dann krieg ich auch schon den ersten Heimatbesuch :)
So, es wird langsam hell. Ich glaube, ich werde mal aufstehen und frische Nektarinen aus Nachbars Garten klauen.
Wir wollen heute noch nach Williamstown, einer Hafengegend westlich von hier.

Lieb Gruesse von hier nach dort

22 Januar 2009

Mal wieder weg

So, mal wieder hau ich ab. Ich bin schon ganz aufgeregt. Mein Zimmer ist noch etwas chaotisch, die letzten Dinge müssen noch in die Rucksäcke qezwängt werden, aber dann kann es um & auch los gehen zum Flughafen. Dort geht um halb zwölf mein Flieger, der sich hoffentlich nicht verspätet. Denn am Frankfurter Frlughafen war heute Morgen schon Chaos angesagt, weil irgendetwas mit dem Wetterdienst nicht stimmte. Im Moment haben die Flieger nur 2 Stunden Verspätung. Mal schauen wie es läuft.
Ich werd euch alle richtig vermissen, die kurze Zeit in Deutschland war mal wieder richtig schön, Schnee gab es auch noch.
Wenn ich dann wieder im Sommer 2010 in Deutschland bin, geht es richtig rund.
Hier könnt ihr dann auch wieder lesen, was bei mir passiert. Wahrscheinlich wird es nicht mehr so spannend wie beim letzten Mal, denn der Unialltag ist ja nicht gerade unterhaltsam. Trotzdem werd ich versuchen mich hier zu verewigen.
So, es wird Zeit, Mama hat die Maultaschen bald fertig. Ich muss noch versuchen meine Minimartiniflaschen zu verpacken.
Allerliebste Grüße von mir und bis bald. Email, Skype und Peterzahlt lassen grüßen :)

Eure Marina

18 April 2008

Coffs Harbour bis Brisbane und wieder runter nach Melbs

Nun sitzte ich hier also Zuhause und warte darauf, dass der Foxtel-Mann (DE=Premiere-Mann) kommt, um unser Fernsehen aufzumotzen. Eigentlich sollte er schon um 8 da gewesen sein, jetzt ist es 12. Wie ich diese Unpuenktlichkeit der Australier hasse. Ein bisschen locker und chillig ist ja gut, aber manchmal ist das auch zu viel.

Ah jetzt ist er also da, Pole, wie ich vermute. Nun stoepselt er und macht alles durcheinander. Zieht auf jeden Fall alle Kabel von unseren Fernseher, PS3, Wii, Computer und Stereoanlage raus. Die Jungs werden sich freuen. Wenigsten bekommen wir schoenes Bezahlfernsehen. Die Sportversion, versteht sich.

Nun werde ich mich aber meinen Reiseerlebnissen widmen. Falls es Neuigkeiten in Sachen Foxtel gibt, werde ich sie geschickt in meinen Erzaehlung einfliessen lassen.
Wo waren wir? Ich war grade in Byron Bay angekommen, als ich nicht weiter schaffen konnte, mein Tagebuch zu pflegen. Weiter gehts:
Am Nachmittag des 25.3. (Ankunftstag in Byron) liefen wir ueber den langen Strand zum Leuchtturm. Der ist auf einem kleinen Felsvorsprung, das den oestlichste Punkt Australiens Festlands darstellt. Cooles Gefuehl wars. Musste auch erstmal in einer Fotosession festgehalten werden. (Ah, Mr Foxtel ist Schotte.)
Wie wunderschoen es am Strand war, koennt ihr ja selber sehen, das Wasser war auch total warm und klar und es gab kleine Buchten und Felsvorspruenge. Nach einer kurzen Abkuehlung und grossen Fischsichtungen, machten wir uns auf zur Hostel, um uns aufzubrezeln. Sandra wollte ins Cheeky Monkey, ein Backpacker Club, mit billigen Drinks. Am Ende tanzten alle auf Tischen, ich nicht, hatte keinen Bock, auch wenn Sandra mich mit SMS zutextete, ich solle doch auch auf den Tisch huepfen. (Oh, zweiter Foxtel-Mann ist hier. Sie reden. Diskutieren, wo sie am besten das Loch hinbohren sollen.)

Am Mittwoch (26.3.) hatten wir mal wieder Surfunterricht. Endlich stuerzten wir uns in unseren sexy Surfklamotten in die Fluten. Unsere Surflehrerin war glaub ich ein wenig neben der Spur, wohl zu oft das Brett vorn Kopp gekriegt, war aber nett. Zwar standen noch peinliche Aufwaermminuten am Strand an, wo ich schon Angst hatte, meine nicht vorhandene Kondition koennte mir im Wasser Schwierigkeiten bereiten. Dem war aber nicht so. Ich sprang aufs Brett und stand wie eine 1. Ne, mehr wie 7 oder 5, so von wegen Arme heben und nicht so steif stehen. Soll ja cool aussehen. Drei Stunden lang paddelten wir raus und wurden von den Wellen wieder reingetrieben. Gott, es war anstrengend, aber man wurde mit einem solchen Adrenalinrausch belohnt, dass man die Schmerzen in den Beinen und Armen schnell vergas. (Zweiter Foxtelmann faehrt wieder.)
Leider kamen die Schmerzen am naechsten Tag wieder und bleiben auch noch laenger.

Am Donnerstag war es endlich soweit, dass meine neue Freundin Alexia und ich nach Nimbin fuhren, um Australiens Schokoladen-Hauptstadt zu besuchen. Wir wurden mit einem uralten bunten Klapperbus an der Hostel abgeholt, standesgemaess sah der Fahrer sehr schokoladig aus. Die Musik wurde immer auf die jeweiligen Fahrkonditionen abgestimmt, mal schnell, mal langsam und sollte uns schon einen Vorgeschmack auf die kommenden Schokoladengenuesse und den Dopaminrausch geben. (Foxtelmann bohrt.)
Kurz vor Nimbin hielten wir und bekamen von unserem Fahrer eine Lektion, ueber das Schokoladenkaufverhalten und Schokoladengeschichte Nimbins. Man solle die Schokolade nicht von Jungendlichen kaufen, die seien nur auf schnelles Geld aus. Und wenn man sich Schokoladenkekse kauft, sollte man am besten nur einen halben essen, die seien hier ziemlich stark. Am besten auch keine Schokipilze essen. Die sind nicht gut fuer den Magen.
Nachdem das alles geklaert war, waren Alexia, unsere Bustruppe und ich schon sehr hibbelig. Wir fuhren ein paar Minuten durch die Stadt und unser Suedafrikanischer Fahrer lud uns vorm Museum aus. Eine geballte Ladung Schokoladengeruch kam uns entgegen und die Menschen auf der Strasse sahen auch alle sehr gluecklich aus. Es wimmelte von Backpackern, die anscheinend aus aller Herren Laender gereist waren, um diese einzigartige Stadt zu besuchen. Die Stadt war uebrigens auch so besonders, weil die Einwohner mit den Behoerden ein ungeschriebenes Einverstaendnis hatten, nichts gegen die Schokoladenproduktion zu tun, war schliesslich die einzige Einnamequelle. Die Polizei tat auch nichts gegen den Schokoladenkonsum. Aber was sollten die auch machen. Ist ja nur Schokoklade.
Kaum ausgestiegen machten Alexia und ich uns auf den Weg ins Schokoladenmuseum. Es war vollgestellt mit Sachen, die scheinbar nix mit Schokolade zu tun hatten, aber anscheinend hatten die Austatter des Museum grade einen Dopaminschock erlitten, als sie das Museum dekorierten. (Foxtelmann rattert im Garten rum.) Es gab viele Raeume, in denen die wirschesten Menschen rumliefen und alle schienen ihre Schokiproddukte verkaufen zu wollen. Schokikekse, Schokikuchen, Schoki pur, heisse Schokolade, und das in allen Geschmaksrichtungen. Alexia und ich entschieden uns fuer ein Paket Schokoladenkekse, allerbeste Qualitaet. So liefen wir dann weiter durch die Stadt, kauften hier und da was. Die Laeden waren alle auf das omnipresente Schokoladenbusiness abgestimmt. Es gab Tassen fuer heisse Schokolade, Backmischungen, Kochbuecher und alles duftete herrlich nach leckerem Kakao.
Leider mussten wir auch bald wieder waren, aber nicht ohne den Gang auf die Toilette, wo Alexia und ich uns heimlich einen Keks teilten. Wir wollten so etwas wertvolles ja nicht in aller Oeffentlichkeit zur Schau stellen.
Weiter fuhren wir durch die Landschaft, bis wir an einem sehr steilen Abhang ankamen. Unserer Fahrer machte die Musik lauter und wuenschte uns viel Spass. Die Fahrt nach unten dauerte 5 Minuten mit unserem Bus, denn es ging eine ganz lange Strasse auf und ab durch die Walachai. (Foxtelman stoepselt.) Er sagte auch, dass (oh Foxtelman bohrt lauter, kann nix hoeren.) die ersten Kekse bei allen jetzt so langsam anschlagen wuerden und wir sehr gluecklich seien, wenn wir am Bergende ankaemen.
Und er hatte recht. Mit einem Affenzahn fuhren wir los und ploetzlich drehte sich alles und wir konnten nicht mehr aufhoeren zu lachen. Wie herrlich es doch war. Woohooo.
Wir kamen an ein Stueck Land, dass dem Schokohippi Bob oder John (kann mich nicht mehr erinnern) gehoerte. Er kam in den 70ern aus Amerika und betrieb nun seine eigene Schokoladenproduktion auf einem 2ha Fleckchen Erde. Alles war mit Regenwald ueberwuchert, so dass keine Diebe seine wertvollen Kakaobaeume stehlen konnten. Wir liefen durch den Wald, kamen an lauter Sammelsurium vorbei und liessen es uns in seiner Huette am See gutgehen. Wir assen Wassermelonen, tranken Kakao und knackten die hier einheimischen Macadamianuts. Alles war sehr relaxt. Unser Fahrer wurde mit einer Tuete voll Kakaobohnen ausgeruestet und wir fuhren, mit einem kurzen Stop an Wasserfaellen, wieder zurueck nach Byron.
Dort hauten wir uns am Abend den naechsten Keks rein und hatten viel Spass.

Freitag war eher der gemuetliche Tag. Wir gingen shoppen, ins Internet, ich buchte meinen Flug nach Melbourne (da wo ich grad sitze und schreib) und fingen an Goon zu trinken. Goon ist billiger Wein, der in Pappkartons mit innenliegener Plastikfolie abgefuellt wird. Hat sogar ein eigenes Zapfsystem und ist dank seines Preis-Leistungs-Verhaeltnisses sehr beliebt unter den Backpackern (4Liter entsprechen ungefaehr 6Euro). Wir hatten Spass und trafen fann Daniel, Andre und Andi. Die hatten wir in Port Macquarie kennengelern und sie fuhren mit Andis Van die gleiche Strecke wie wir. Der Abend artete etwas aus. Ich wurde aus dem Nachclub geworden, weil ich angeblich auf dem Tresen schlief. So ein Quatsch.

Samstag (29.3.) war Tag der Abreise und wir fuhren nach Surfers Paradise (das Paradis fuer Surfer, fuer alle meine nicht englischsprechenden Leser). Wir hatten ja schon viel gehoert ueber diese Stadt. Die Tourismusindustrie versuchte, sie uns als Shopping-,Pary-und Relaxparadis schmackhaft zu machen, alle anderen Backpacker warnten uns jedoch, es sei alles viel zu ueberbewertet.
Um diesen Andeutungen auf den Grund zu gehen, wollten Sandra und ich uns auch ein Bild machen und buchten eine Nacht in der Hostel "Backpackers in Paradise". Was fuer eine Hoelle uns erwartete, konnten wir ja nicht wissen. (Foxtelmann geht. Ich muss Vertag unterschreiben)
Zuerst liefen wir durch die Fussgaengerzone. Von Gucci ueber Billabong bis hin zu Adidas war alles vorhanden. Es sah alles ziemlich touristisch aus. Hohe Haueser, Palmen gabs, ganz viele Restaurants, aber ueberhaupt keinen Charme hatte diese Stadt. Wir setzten uns in ein Cafe und bestellten ein Big Aussie Breakfast zum Kater kurieren. Es gab Pilze, Tomaten, Hash Browns, Speck, Eier, Toast, Steak, Wuerstchen und Orangen Saft. Der Kater war weg, die Uebelkeit kam. So liefen wir also weiter rum, guckten kurz auf den Strand, der eher mittelmaessig war.
Wir informierten uns ueber das nightlife und gingen zurueck zur Hostel mit der Absicht, um 10 bei einer Clubtour mitzumachen. Wir lungerten auf unserem Zimmer rum, bis wir irgendwann einschliefen. Um 10 machte mich Sandra war. Wir hatten wohl etwas verschlafen. Super. Gut, alleine weg zu gehen hatten wir auch keine Lust mehr zu. Schon garnicht uns aufzubrezeln. Da blieben wir lieber im Bett.
Kurz nach 1 wurde ich wach, als jemand zu Tuer reingerumpelt kam: der Typ im Bett unter mir. Irgendwie fing er ploetzlich an husten und spucken, was sich immer mehr in wuergen umwandelte. Auf einmal kam es aus ihm rausgeschossen und er konnte garnicht mehr aufhoeren zu kotzen. Gott, ich wusste nicht was ich mir eher zuhalten sollte, Ohren, Nase oder Mund, um nicht selber gleich anzufangen. Er konnte immer weiter, froehlich auf den Fussboden und fiel dann wie tot ins Bett. Mir war so uebel. Sandra lag am anderen Ende des Zimmer, das Licht war aber aus. Deswegen schrieb ich ihr SMS, was wir denn jetzt machen koennten. Nach dem eine Weile nix mehr von ihm zu hoeren waren, dachten wir das Grauen waere vorbei, aber nein, es ging weiter. Diesmas machte er sich noch nicht mal die Muehe sich umzudrehen und konnte einfach im Liegen auf sich drauf. Gott, war mir schlecht. Ich sprang vom Bett, nahm meine Klamotten und Rucksaecke und schloerte sie zu Sandra ans Bett. Wollte ja schliesslich nicht, dass er da draufkotzt. Ich legte mich zu Sandra ins Bett und versuchten mit ueber die Nase gezogener Decke zu schlafen.
Irgendwann kam auch der Typ ueber uns Heim, er war sehr betrunken. Wir fragten ihn gleich, ob er denn auch kotzen muesse. Nein, er haette schon. Wir wussten nicht genau, ob uns das eher beruhigen oder unberuhigen sollte.
Die Nacht ging langsam vorbei und wir stuermten so schnell es ging aus der Hostel raus.
Surfers Paradise: nie wieder!

Die Busfahrt nach Brisbane (30.4.) war recht ereignislos, auch wenn der Gestank von Zwiebeln in der Luft lag und unsere Maegen noch leicht angeschlagen waren.
Brisbane hat mir sofort gefallen. Es liegt wie Melbourne auch direkt am Fluss und die Architektur war ein Mischmasch aus alten viktorianischen Haeusern und neuartigen, farbenfrohen Bauten. Es erinnerte mich sofort an Melbourne und deswegen fuehlte ich mich auf einen Schlag wohl.
Ich muss leider gestehen, dass ich in der Zeit kein Tagebuch gefuehrt habe. Ich versuche jetzt alles in meinem Kopf zu rekonstruieren.
Die ersten Tage liefen wir durch die Stadt, gingen einkaufen und versuchten einen Job zu finden. Ich hatte es nicht so eilig mit Arbeiten, hatte noch genuegend Erspartes,, aber Sandra musste umbedingt ran. Wir bewarben und bei Autovermietungen, weil Sandra gehoert hatte, dort gaebe es gut Geld. Schon am Dienstag hatten wir eine Probeschicht, bei einer Vermietung gleich bei uns um die Ecke. Wir fingen um 9 an und arbeiten mit Michael, der zufaellig aus der selben Stadt kam, wie Sandy.
Wir schrubten und putzten und staubsaugten die Autos, fuhren sie auf dem Parkplatz hin und her und hatten nicht gerade Spass. Mir war sofort klar, dass ich hier nicht bleiben wollte. Als wir fertig waren, tat uns alles weh und wir humpelten zurueck zur Hostel.
Ich hatte also keinen Job, ging also in den Botanischen Garten, in die Parklands (groesste innerstaedtische subtropische Regenwaldanlage der Welt) und die Art Gallerys of Queensland.
Am Donnerstag 2.4. erreichten auch die Jungs Daniel, Andi und Andre die Stadt und checkten bei uns in der Hostel ein. Mit ihnen ging ich essen, feiern und Spass haben. wir trafen uns oft am hosteleigenen Pool und spielten Kicker oder liessen uns von den nervigen Englaendern nerven. Die sind hier wirklich ueberall. Keine Hostel unter 70% Englaenderanteil. Meistens sind sie auch nur am trinken.
Ein einziges Mal trafen wir auf Australier, die haben mir irgendwie nicht geglaubt ich sei Deutsch. Sie dachten ich waer Australierin und ich konnte sie auch nicht mit meinem Pass ueberzeugen.
Am Mittwoch wurde endlich meine Folge von "The Chopping Block" ausgestrahlt. Wir trafen uns bei einem Freund von Sandra und starrten voller Erwartung in die Flimmerkiste. Wir strahlten freundlich in die Kamera, Daniela und Frank gaben ein paar kleine Interviews, ueber mich wurde geredet. Dann schimpfte Frank mit dem Starkoch, man sah uns Kellnerinnen Farbkriege kaempfen und dann fleissig im neurenovierten Restaurant arbeiten. Zum Schluss gabs das Ergebnis. Kannte ich natuerlich schon. War nicht so toll. Aber wir haben dementsprechend geschockt geguckt. Oder auch nicht. Sandra behauptete spaeter, ich sei sehr gefuehlslos, aber kennen wir das nicht schon von irgendwoher? ("Marina hat keine Gefuehle") ;)

Letzten Donnerstag (10.4.) kam ich wieder in Melbourne an, wo mich Damian vom Flughafen abholte. Leider musste er auch sofort wieder zu nem Meeting, so dass ich den ganzen Abend mit Joel und Rob im neuen Haus sass. Wir kochten, spielten Playstation und hatten Spass.
Freitag hatte sich Damian extra freigenommen und wir fuhren erstmal zur Autowaschanlage. Wie romantisch. Er hatte sich extra das Auto seines Bruders ausgeliehen, um mich herumzufahren. Leider war es total dreckig, innen und aussen und bedurfte einer liebevollen Hand. Die hatte der Autowaescher anscheinend, denn das Auto funkelte hinterher. Damian und ich waren zwischendurch fruehstuecken gegangen. Ich hatte Canadian French Toast mit Bacon, Egg und Ahornsyrup. Yummy!
Den restlichen Tag verbrachten wir vorm Fernseher und gingen Abends in meine langvermisste Stammkneipe und trafen alle netten Leute von hier.

Am Samstag ging ich zum allerersten Mal zu einem Footballmatch. Die Saison war letzten Monat angefangen und alle, zumindeste die maennlichen Menschen, sind hier vom Footballfieber gepackt. Die Jungs spielen Wettspiele im Internet und gehen staednig ins Stadion. Und am Samstag durfte ich auch endlich dabei sein.
Fragt mich jetzt nicht, wie die Regeln gehen. 36 Spieler, 8 Torpfosten, 1 Ball und viel Gerangel. Das sind die Hauptmerkmale. Eigentlich ist es nicht schwer zu verstehen, wenn man sich denn mal eingearbeitet hat. Und das braucht seine Zeit. Staendig musste ich Damian irgendwelche Fragen stellen, warum der denn jetzt schiessen darf, und warum immer einer der unzaehligen Schiedrichter pfeift. Um mich herum sassen die Fans und schrien staendig irgendwelche komischen Begriffe auf Feld: mark, full, behind.
Wir sahen das Spiel Melbourne Demons gegen Nord Melbourne Kangaroos und zum Glueck gewannen unsere Kangaroos verdient. An die Vereinsfarben blau-weiss muss ich mich erst noch gewoehnen. Sticht schon sehr stark ins Auge. Zum Glueck tragen die doch recht muskuloesen Spieler ziemliche kurze Hosen. So wirds nicht so schnell langweilig.
Ich muss zugeben, dass das Spiel ziemlich interessant werden kann, wenn man es dann mal versteht. Ich sehe mich jetzt auch taeglich mit den Jungs die Kommentare im Sportfernsehen an (davon haben wir ja jetzt noch mehr). So langsam komm ich dahinter. Werd wohl jetzt oefter zu den Spielen gehen.

Am Sonntag begab ich mich auf den Weg zu Zingarella, um die alte Crew zu sehen. Alle warense da. Haben mich mit meinen neuen blonden Haaren kaum erkannt. Ich wurde erstmal von Frank gefuettert und von Daniela ueber meine Abenteuer ausgequetscht. Sie wollten schon wissen, wann ich denn wieder anfange zu arbeiten. Mai oder so.
Chantal, meine Lieblingsmitarbeiterin kam auch noch hinzu und wir tranken den besten Kaffee der Welt und plauederten.
Abends war der der letzte Abend des Melbourne Comedy Festivals und Damian und ich hatten Karten fuer Kirsten Schaal, eine eher unbekannte, aber umso lustigere Person aus Amerika. Sie machte Spaesse ueber Pochahontas, betrunkene Voegel, ihren Freund und Anne Boleyn. Es war herrlich, wir konnten uns kaum halten vor lachen.
Hinterher holten wir uns das wohl leckerste Thaicurry in ganz Melbourne und fuhren nach Hause. Dort wurden grade die letzen Runden der PS3-Fifa08-House-Championship ausgetragen. Damian und ich spielten zusammen und schlugen gekonnt Rob und Pat im Elfmeterschiessen. Wooh, housechampions rule!

Montag verbrachte ich damit, meine gesammelten Fotos online zu stellen. Dienstag traf ich mich mit Damian uns seinen Arbeitskollegen zum Lunch. Es gab Dumplings (sowas wie asiatische Maultaschen), ging shoppen (teure Schuhe meine Lieblingsmarke Tigers) und zu Zingarella. Dort wurde mich ein weiteres Mittagessen verabreicht. Abends gingen wir ins Kino: Lars and the Real Girl. Umbedingt gucken, wenns in DE kommt. Sehr lustige Geschichte ueber einen Einsiedler, der sich in eine Gummipuppe verliebt.
Donnerstag war chillen angesagt, ich ging eine Waage einkaufen. Die fehlte hier im Haushalt noch. Also jetzt nur ne kleine Lebensmittelwaage. Eine fuer mich brauch ich grad nicht. Abends waren Damian und ich bei Zingarella essen und stopften und regelrecht voll: Tomatenbrot, Oktopus, Ravioli, Kalb, Schokoladenkuchen, Wein, Bier, Schnaeppsken. Es war alles da und der Teller hinterher leer. Deswegen schein auch heute schoen die Sonne.

So, ich glaube das wars erstmal. Hab jetzt meinen gesamten Morgen und halbten Nachmittag damit verbracht, hier etwas zu fabrizieren. Ich hoffe es hat sich gelohnt. Sonst ist ja heute nix passiert, nur das der Foxtelmann da war, aber das wisst ihr ja schon. Ich geh jetzt mal die Waesche aufhaengen und einkaufen. Morgen gibts Pfannkuchen.

Bis die Tage, keine Frage!

25 März 2008

->Coffs Habour->

Guten Tag, ich hoffe ihr hattet alle frohe Ostern,ich hatte sie auf jeden Fall.

Letzten Samstag (22.03.) waren wir nochmal im Koalakrankenhaus und es war so cool. Wir sahen die vier Babys (Joeys genannt), die diesmal miteinander kaempften. So suess, sag ich euch.
Um 1 nahmen wir dann auch den Bus nach Coffs Habour, wo die Jugendherberge eigentlich ein Motel neben einem Bottle Shop und einer Bar war. Es fing auch sofort an zu regnen als wir ausstiegen. Frohe Ostern!
Naja, wir hatten ein vierer Zimmer mit Kuehlschrank, Bad und TV und gingen erstmal in den Aldi. Vollbepackt liefen wir durch den Regen und kauften gleich ne Flasche Vodka.
Wieder in der Hostel waren schon Kristina und Corinna auf unserem Zimmer, zwei Deutsche die auch grad reisen.
Abends lockerte es ein wenig auf und wir sassen draussen vor unserem Zimmer und spielten Uno und tranken Vodka-Lemon, bis ein paar Australier ankamen und mitspielten. Es wurde immer lustiger, wir kauften ein Slap (4x6) Radler (heisst hier wirklich so!) und spielten weiter. Einer der Jungs hatte eine fahrbare Kuehltasche im Kofferdesign dabei. Sowas gibts hier wirklich.
Der Abend verlief feuchtfroehlich weiter bis wir nicht mehr stehen konnten.

Der Kater am Morgen war recht dolle und wir gingen nur an den Strand um zu chillen. Abends spielten wir Uno und guckten fern und sassen draussen.

Am Montag (24.03.) liefen wir zur Big Banana (eine von 150 Big Things in Australia) die hier einfach am Strassenrand stand. Eigentlihc wurde sie gebaut um Coffs Habours Bananenindustrie zu promoten, aber jetzt wurde da ein ganzer kleiner Vergnuegungspark drauss. Wir schossen lustige Bananenfotos und wollten dann weiter zum Surf Museum.
Dort begruesste und ein lustiger, kleiner, alter Mann, der uns in seinem skurilen Museum herumfuehrte. Wie sich herrausstellte, war es die 80jaehrige Surflegende Scott Dillon.
Er erzahelte uns wie er mit 3 Jahren anfing zu surfen und immer noch dabei war. Es gab allerhand zu sehen. Bilder von menschenfressenden Krokodilen, Surfboards, Photos und Wellen zum reinstellen und Fotos machen.
Den Rest des Tages verbrachten wir am Strand und am Abend mussten wir packen.

Heute Morgen fuhren wir um 6Uhr nach Byron Bay, wo wir dann Surfunterricht nehmen, nach Nimbin fahren,dort illegale Sachen zu uns nehmen, und am Strand chillen.
Das Wetter ist hier schon mal schoen.

So jetzt gehts shoppen.
Liebste Gruesse, eure Marina x

21 März 2008

Der Bustrip beginnt

Im Moment sitzte ich in Port Macquarie in der Jugendherbege und fange endlich an euch zu schreiben. Bis zum heutigen Tage werde ich wahrscheinlich nicht kommen, aber ein Verusch ist es ja wert.
Ok, am Donnerstag (13.3.) sind wir zu Mayas Elternhaus irgendwo in Sydney gezogen. Sie wohnt total schoen, ueberall haengen tolle Bilder und im Garten steht ein Trampolin. Natuerlich hang ueber der Haustuer ein extrem grosses Spinnennetz mit einer mega unappetitlichen Spinne drin. Wir mussten uns immer ueberwinden dort drunter herzulaufen.
Nachdem wir eingecheckt hatten, machten wir uns fertig und fuhren in die City, um Essen zu gehen. Wir landeten in einer Backpackerkneipe und tranken Bier. Das Essen war recht gut. Dort trafen wir auf Chris, den schweizerischsten Schweizer ueberhaupt. Er war total nett, aber bis er mal in die Gaenge kam, um sein Essen abzuhohlen, haette ich mir schon 3 Bier bestellen koennen. Egal, wir hatten auf jeden Fall viel Spass und als Steph (Walter) und Michele dazustossen, konnten wir Chris' Vorurteil von der wilden, deutschen Partymaus bestaetigen.
Wir gingen in die naechste Kneipe und tranken echtes Strongbow (englischer Cidre) in Unmengen. Wir mussten leider unseren letzten Zug erwischen und waren deswegen um 12 schon auf dem Weg nach Hause. Wir torkelten zurueck zum Bahnhof und fielen spaeter in das gemuetlichste Bett Sydneys.

Freitag chillten wir gemuetlich rum, kurierten unseren Kater und trafen dann Michele am Opern Haus, um noch die letzten tollen Fotos zu schiessen. Es war so gutes Fotowetter! Mannomann!
Wir schluerften noch einen gemeinsamen letzten Kaffee, verabschiedeten uns von Michele und versprachen, sie spaetestens zu ihrem Geburtstag Ende Mai in Melbourne zu besuchen.
Maya bereitete waehrendessen ein spaektakulaeres Mahl vor, denn nachdem sie die Woche zuvor aus Israel zurueckgekommen war, fand sie ihren juedischen Glauben doch recht spannend. So gab es also zum zweiten Mal im Hause Sebestyen ein juedisches Essen.
Keiner wusste genau was zu tun war, aber wir zuendeten Kerzen an, tranken Wein und brachen Brot. Das Essen war ueberwaeltigend. Es gab Currys aus aller Welt, leckeren Reis und Salate. Ich wuenschte ich koennte auch so gut kochen (aber meine letzen Chicken Spagetthis waren auch nicht von schlechten Eltern).
Nach dem Essen gingen wir in die lokale Kneipe und sangen lauthals "Don't go breaking my heart" und betranken uns mit den Omis und Opis. Schoen wars trotzdem.

Samstag waren wir in Aufbruchstimmung. Wir packten unsere Sachen und fuhren mit Maya zur Habour Bridge, wo wir unter der Bruecke rumlungerten. Dann fuhren wir in das hippe Stadtviertel Surry Hills, tranken Kaffee und stellten uns auf eine nicht ganz so lange Bustour nach Newcastle ein. Um 6 ging unser Bus und die Tour ging los.
In Newcastle angekommen, checkten wir ein und gingen ins Bett (10:00). Richtig oma, wie Sandra meinte.

Newcastle an sich ist recht huebsch, nur ein wenig lahm, oma halt. Die Straende sind wunderschoen und die Sonne schien zum Glueck richtig gut.
In den vier Tagen lagen wir meistens am Strand rum, gingen Bodyboarden oder shoppen. Natuerlich kam das kulturelle nicht zu kurz, waren wir doch in der Kathedrale und in der Kunstgallerie.
die Jugendherberge war recht klein, dafuer schoen. Dort trafen wir auf zwei Israelis, die uns ein cooles Kartenspiel bebrachten.
Um, nicht ganz der Langeweile zu verfallen, kauften wir uns eine 4 Literbox Weisswein. Den gibts hier in Kartons, so mit Zapfhahn und allem. Ist zwar nicht der beste Wein der Welt, aber er erfuellt seinen Zweck. Die Abende verbrachten wir also in der Jugendherberge beim Kartenspielen und Weintrinken. Einmal waren wir sogar im Pub! Und einem Essen im Restaurant!
Am Mittwoch Abend fuhren wir wieder weiter mit dem Bus nach Port Macquarie, einem kleinen Staedtchen, beruehmt fuer sein Koalakrankenhaus. Wir kamen Mittwoch Nacht an und wurden direkt von trinkfesten Deutschen und einem noch trinkfesterem Manager auf der Veranda begruesst. Ach wie schoen.

Am Donnerstag (20.3.)dann gingen wir ins Krankenhaus. Dort werden alle kranken oder geunfallte Koalas der Gegend gesund gepflegt. Die waren alle so suess. Sie wurden in kleinen Gehegen gehalten, wo man durchlaufen konnte. Zwar war es umsonst, aber gaben natuerlich eine kleine Spende am Ende.
Den restlichen Tag assen wir und Abends hatten wir mit einer Box Weisswein und den anderen Jugendherbergsgaesten (vor allem Daniel und Andre aus DE) richtig viel Spass. Leider landete ich um 12 schon im Bett (Sandra meinte mir ging es nicht so gut).

Heute, also am Freitag, gingen wir auf anstrengende Fahrradtour am Strand entlang. Nach einer Stunde kamen wir am Ziel an: eine Kamelsafari! Und da waren sie auch schon: Neptun, Bimbo, Laila und Sandy erwarteten uns am Strand fuer einen spektakulaeren Ausritt am Strand. Sandra durfte auf Sandy sitzen und ich auf Laila. Man, das war soo cool. Eine halbe Stunde torkelten wir am Strand entlang, schossen Fotos und der nette Safarimensch erzaehlte uns alles wissenswerte ueber Kamele. In Australien gibt es 1,3 Million wilde Kamele!! Haet ich gedacht.
Wir ritten wieder zurueck und sprangen ab. Es wurden wieder Fotos geschossen und Kamele bekamen noch ein Abschiedskraulen von uns.
Der Rueckweg war leichter als gedacht, obwohl wir uns Berge hochzwingen mussten.

Jetzt sizte ich also hier und mein Popo tut weh. Gleich holen wir den Wein raus.
Morgen gehts zum Tag der offenen Tuer ins Koala Krankenhaus. Man kann von denen einfach nicht genug bekommen. Morgen Nachmittag fahren wir nach Coffs Habour weiter.

Schoene Ostern euch allen.

13 März 2008

Bondi Beach, Sydney, Australia

Unsere Zeit am Bondi Beach geht nun also auch zu Ende. Wir haben schon gepackt und warten darauf, dass wir zu Maya im Norden Sydneys ziehen koennen, bis wir am Samstag Sydney endlich verlassen.

Was ist noch passiert: Montag Abend kam Steffi noch und wir waren einen Trinken (das ging ganz gut mit unseren Getraenkegutscheinen) und haben Pubquiz gespielt.
Dienstag hat Sandra erst mit Mark getroffen und ich bin zur St.Mary's Cathedral gegangen, die leider eine halbe Baustelle war. Die andere Haelfte war recht schoen, cooles Licht. Und dann bin ich zum ANZAC Memorial gegangen. Die Australier und Kiwis habens naemlich ganz schoen mit ihrem Anzac-Zeug. "Australian and New Zealand Army Corps" wird hier ueberall gefeiert und jeder ist maechtig stolz auf ihre Army.
Ich fands eher langweilig.
Als Sandra dann wieder fuer mich frei wurde sind wir ins Reisebuero gegangen, eigentlich nur um uns ein Busticket nach Cairns zu besorgen. Unserer freundlicher Reiseassistent zeigte uns aber noch ein paar verlockende Angebote, die wir natuerlich nicht auslassen durften. So verliessen wir den Laden um 700$ aermer, aber dafuer mit einer megalangen Reiseliste im Gepaeck. Wir bekamen ein Busticket, dass fuer 6 Monate gueltig ist, bis Cairns hochgeht und wir draufspringen koennen wann immer wir wollen. Dazu gibt es noch 3 Tage Kayakfahren in den Everglades in Noosa Heads, 3 Tage Selbstfahrjeeptour auf Fraser Island (die groesste Sandinsel der Welt) und 3 Tage Katamarantour durch die Whitsundays (Inseln im Great Barrier Reef und Heimat des 10.besten Strands der Welt). Wow, das wird soooo geil. Ich kanns kaum erwarten.
Dieses Schnaeppchen mussten wir feiern und sprangen schoen ins kalte Bondi Wasser.
Abends kamen dann Mayas Schwester und eine Freundin zum Essen und wir kochten lecker Indisch.

Mittwoch: *Das Wandern ist des Muellers Lust* Genau, Sandra und ich gingen Wandern. In den Bergen. Freiwillig.
Die Blue Mountains liegen nur 2 Stunden ausserhalb Sydneys und heissen so, weil sie im Dunst immer blau Schimmern. Wir fuhren mit dem Zug los und kamen in einer netten kleinen Bergstadt an. Zum Infocentrum und den 3 Sister (eine lustige Felsformation) war es schon ein kleiner Fussmarsch. Am Aussichtspunkt schossen wir neben deutschen und japanischen Touristen eine menge Fotos, bis unser Abenteuer erst richtig anfing.
Wir wollten um die 3 Sisters herum, durch das bewaelderte Tal laufen und mit der Seilbahn wieder hochfahren.
Leichter gesagt als getan. Zuerst mussten wir den Giangt Stairway runter, einer Treppe, die, wie gesagt, gigangtisch war. Wir waren schon ziemlich aus der Puste, aber dann mussten wir auch noch durch das Tal wandern. Es war ein Regenwald, im dem man lauter tolle Tiere sehen konnten. Wir haben einen Papagei und Salamander gesehen und auch Spinnen, die garnicht so erschreckend waren. Es gab wunderschoene Wassserfaelle und immer wieder eine atemberaubende Aussicht ueber die Blue Mountains.
Bei der Seilbahn angekommen mussten wir erst einmal verschnaufen. 3 Stunden wandern bin ich halt nicht gewoehnt.
Wir fuhren mit einer Glasboden-Seilbahn uebers Tal, dass zweimal so tief lag, wie die Habour Bridge hoch ist!
Endlich konnten wir wieder mit dem Zug nach Hause, aber leider konnten wir noch nicht ins Bett, denn wir mussten noch unsere Reise planen.
Vorraussichtlich werden wir ueber Newcastle, Port Macquarie und Bellingen nach Byron Bay fahren. Wir wissen es nicht so genau und planen auch nicht viel vorraus. 2-3 Naechte in jeder Stadt werden reichen. Hoffentlich werden wir ueber Ostern einen Schlafplatz bekommen.

Nun jetzt sitz ich hier und packe und gleich gehts zu Maya und dann werden wir noch Sydney unsicher machen, Fotos schiessen und heute Abend zum letzten Mal Steph und Michele sehen.

Bis die Tage

10 März 2008

Erster Bericht aus Sydney

So liebe Leute ich bin in Sydney. Die letzten Berichte aus Melbourne folgen dann, wenn ich mal wieder in Melbourne bin. So wie sich das gehoert.
Also, am Donnerstag bin ich abgeflogen, um kurz vor neun und dann um kurz nach zehn in Sydney gelandet. Es war schon dunkel. Schnell bin ich mit der train in die Stadt gefahren, wo Sandra mich abgeholt hat. Ach war das schoen sie endlich wieder zusehen. Dann gings in die Hostel zum einchecken und danach zu McD. Wir wohnten in Kings Cross, dem Nutten, Backpacker und Partyviertel. Das sah man schon aufm weg zu McD. Lauter nette Maedchen standen ueberall rum.
Die Hostel war ganz ok und ich hab gut geschlafen.

Am naechsten Tag haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht, mit einem roten, bunten Doppeldeckerbus. Es war voll cool, wir haben alles gesehen, was man angeblich hier so sehen kann. Es gab auch einen kurzen Abstecher an den Bondi Beach, der circa 20 Minuten ausserhalb liegt.
Ich weiss leider nicht, was ich von Sydney halten soll. Irgendwie gefaellts mir hier nicht. Es erinnert mich sehr stark an London, sogar der Geruch ist gleich. Die Leute sind nicht so freundlich, alle hupen usw. Ich vermiss Melbourne echt, dort gabs so viel Platz und alles war gelassen. Gutes, altes Melbourne..
Als wir am Bondi am Strand standen, bekamen wir einen Anruf von Maya (siehe Who is who)die wieder zurueck in Sydney war. Eigentlich dachten wir, sie waere noch in Israel, aber nein! Sie erzaehlte uns dann, dass eine entfernte Cousine, die in Bondi wohnt, fuer ein paar Wochen ausszieht und wir ihre Wohung haben koennten! Direkt am Strand!! Umsonst!!!
Wow, war das geil. Darauf mussten wir erstmal einen trinken gehen, und deswegen trafen wir am Abends die deutschen Maedels Michele und Steffi, die wir schon in Melbourne kannten und bei uns gewohnt hatten.
Die wohnen jetzt direkt in der City in einem coolen Hochhaus. Von dort aus gings also in die Stadt und wir genemigten uns ein paar kuehle Biere. Zum Glueck wars keine spaete Nacht.

Am Samstag fuhren wir mit der Faehre zum Zoo. Das war so schoen, wir sind direkt an der Habour Bridge und dem Opernhaus (welches uebrigens recht haesslich ist) vorbei gefahren. Beim Anlegedings konnten wir dann die Seilbahn nehmen und dann direkt uebern Zoo drueber zum Eingang fahren. Der Zoo war super! Es gab so viele tolle Tiere, auch rote Pandas, und immer eine wunderschoene Fotogelegenheit. Wir hatten einen ganz tollen Tag, auch wenn Sandra mich zu der Livespinnenshow ueberreden wollte. Wir haben echte Kaenguruhs gesehen, ganz nah, Koalas, Wombat, Echidnas und Schnabeltiere.

Abends haben wir uns mit Sandras Freund Mark, der nach Sydney gezogen ist, getroffen, der mit seinem Bruder im Pup an der Spielmaschine sass. Sehr spannend. Hinterher gingen wir in die Stadt, trafen Schotten und Steffi, waren tanzen und trinken.

Sonntag: Nachdem wir aus der Hostel ausgecheckt haben, konnten wir noch auf deren Rooftopbar sitzen, unsere Tour planen und uns braeunen. Sofort bekamen wir einen Sonnenbrand. Dort trafen wir Ulrich aus Deutschland, der auch Work und Travel machte. Der brauchte fuer zwei Wochen einen Parkplatz, weil er kurz nach DE zurueckflog. Er erzaehlte etwas von Bondi, dass es da sicher sei und wir kamen dann darauf, dass Sandra und ich da gleich hinzoegen. Er bot uns an da hinzufahren und einen Parkplatz zu suchen. Wie praktisch. Nicht nur Unterkunft umsonst, sondern auch noch Transport. Wir fuhren also los, vollbepackt und kamen ohne Umwege direkt am Strand an, wo Maya schon auf uns wartete. Das Haus ist echt an der Haupstrasse und voll schoen.
Schnell zogen wir uns um und gingen dann an den Strand, wo die Deutschen Maedels von uns, Mayas Schwester mit Freunden und israelische Mayafreunde eintrudelten. Es war also rein australischer Sonntag, der mit unserem ersten Bondisonnenbrand endete.

Montag(10.3.08): Strand, natuerlich! Meer auch. Und danach Darling Habour, so ner Bucht in der Stadt mit Hafen und Cafes. Dort gingen wir ins National Maritime Museum, weils umsonst war. War jetzt auch nicht so prickelnd.
Grade warte ich also Zuhause auf Steffi, die mit uns hier in Bondi einen heben will.
Good on ya!